Was haben gute Vorsätze mit Coaching gemeinsam?

Zum Ende des Jahres werden wieder gute Vorsätze für das kommende Jahr getroffen. Warum aber schaffen es die wenigsten diese Vorsätze zu erreichen? Für mehr Erfolg können dabei Grundprinzipien aus der Welt des Coachings sorgen.



Zum Jahreswechsel kommen viele Menschen zur Ruhe, pusten durch und reflektieren. Sie bilanzieren das zu Ende gehende Jahr.


Die klassischen Vorsätze sind dabei mehr Bewegung und Sport, gesündere Ernährung und Abnehmen, weniger Stress und mehr Entspannung, mehr Zeit für sich selbst, mehr Zeit für die Familie und Freunde, mehr Schlaf, sowie die absoluten Klassiker weniger Alkohol und weniger bzw. kein Rauchen mehr.


Studien zeigen allerdings, dass nur 30 Prozent dieser (guten) Vorsätze eine realistische Chance haben, sich zu verstetigen. Schon nach drei Wochen geben die ersten ihre Pläne wieder auf. Nach einem halben Jahr ist nur noch die Hälfte dabei. Und bis zum Ende des Jahres schaffen es leider die wenigsten ihre guten Vorsätze auch umzusetzen.


„Vorsatz, der oder das: etwas, was sich jemand bewusst, entschlossen vorgenommen hat; feste Absicht; fester Entschluss“


Wie aber kann Coaching helfen, Vorsätze erfolgreicher umzusetzen?


Der klassische Coaching-Prozess beinhaltet grundsätzlich vier Phasen:

Das Thema des Coachings konkretisieren, die Zielsetzung festgelegen, die Ressourcen wählen und die Strategie ausarbeiten.


Einer der wichtigsten Bestandteile neben dem eigentlichen Thema ist dabei die Zielsetzung. Hier ist auch der elementarste Unterschied zum (guten) Vorsatz zu sehen: Ein guter Vorsatz, wie er von vielen zu Neujahr gefasst wird, ist oft lediglich ein Wunsch und eher eine unverbindliche Absicht. Es besteht oft kein Leidensdruck nach wirklicher Veränderung. Um dies aber wirklich umzusetzen, sollte der Vorsatz aber eine feste Absicht verfolgen und daher mit einem Ziel verbunden werden.



Damit Ziele im Coaching-Prozess erfolgreich umgesetzt werden, müssen sie folgende Eigenschaften haben:


  1. Ziele müssen inhaltlich konkret sein. Was genau möchte ich erreichen? Ideal ist es die Ziele schriftlich zu fixieren und dabei den Endzustand aufzuschreiben (z.B. „Ich habe 5 kg abgenommen“).

  2. Ziele müssen zeitlich konkret sein: Bis zu welchem Zeitpunkt möchte ich das Ziel erreicht haben? („Ich habe bis zum 30. Juni nächsten Jahres 5 kg abgenommen“). Wichtig bei der zeitlichen Taktung ist es dabei, kleine Zwischenschritte einzubauen, um erste Erfolge bereits nach kurzer Zeit messen zu können („Die Mini-Mäuseschritt Technik“).

  3. Ziele müssen wirklich gewollt sein: Der eigene Wunsch nach Veränderung muss vorhanden sein. Er muss eigenen Gedanken entspringen. Es muss der eigene Wille sein, eine Veränderung vorzunehmen. Es muss ein Leidensdruck vorhanden sein. („Ich fühle mich sehr unwohl mit meinem Gewicht und muss dringend etwas verändern. Daher werde ich 5 kg abnehmen, um mich besser und glücklicher in meinem Körper zu fühlen“).

Ziele, die nur deshalb Ziele sind, weil man angeblichen Idealen folgt, die durch Medien wie Facebook oder Instagram vorgegeben werden, sind schwer zu erreichen. Sie sind nicht wirklich gewollt.


4. Ziele müssen selbst initiierbar und selbst realisierbar sein: sie müssen im Wirkungsbereich des eigenen Denkens (Einstellung) und des eigenen Handelns (Verhalten) liegen („Es liegt in meiner Hand und es ist machbar bzw. realistisch, 5kg in 6 Monaten abzunehmen“).



Die nächste Phase im Coaching-Prozess ist die Frage nach den Ressourcen. Dabei handelt es sich um die Frage, welche Ressourcen man einsetzen kann, um seine Ziele zu erreichen. Wer oder was kann unterstützen? Welche Fähigkeiten, Dinge, Menschen, Gefühle, Erinnerungen, Aktivitäten und Gewohnheiten kann ich einsetzen? („Ich habe ein Buch über bessere Ernährung, eine Fitness App und habe schon einmal erfolgreich 5kg abgenommen.“).

Im letzten Teil des Coaching-Prozesses geht es dann um die Strategie. Wie setze ich die Ziele um? Welche Ressourcen setze ich dazu zu welcher Zeit ein? („Ich werde mir mit Hilfe des Buches einen Ernährungsplan erstellen und mit Hilfe der App einen Plan für mehr Bewegung machen, bei dem ich mich wohl fühle.


(Gute) Vorsätze können Veränderungen im Leben bewirken!

Grundlagen aus dem Coaching wie Zielsetzung, Ressourcen und Umsetzungsstrategie können dabei helfen, die Veränderungen auch wirklich umzusetzen. Veränderungen müssen allerdings wirklich gewollt werden. Sie müssen den eigenen Gedanken entspringen. Sie sollten konkret und mit einer Zeitschiene verbunden sein. Man sollte wissen, welche Hilfsmittel bzw. Ressourcen zur Verfügung stehen und eine Strategie entwickeln, wie man die Veränderungen umsetzen kann. Und wie man die Veränderungen wahrnehmen wird (z.B. durch tracken, messen, bewerten etc.) Man sollte geduldig sein und den Mut zu kleinen Schritten aufbringen. Zudem gelassen und entspannt bleiben, wenn man im Veränderungsprozess einmal nicht in dem gewünschten Tempo vorankommt. Denn das Wichtigste ist bereits geschafft: der Anfang.)


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